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Dauert länger als gewöhnlich. Versuche es gleich erneut (Versuch 10 von 10)

Kennen Sie das? Sie haben die perfekte Prompt im Kopf. Sie sitzen vor dem Bildschirm, die Finger schweben erwartungsvoll über der Tastatur, bereit, die nächste Welle der Produktivität auszulösen. Sie drücken Enter und dann…

Nichts.

Oder besser gesagt: Ein kleiner, unscheinbarer orangefarbener Punkt und der Satz, der zum Mantra des modernen KI-Nutzers geworden ist:

„Dauert länger als gewöhnlich. Versuche es gleich erneut (Versuch 10 von 10)“

Das Warten auf Sonnet 4.5

Ein genauerer Blick auf den Screenshot verrät uns vielleicht, warum die Server gerade schwitzen. Unten rechts blitzt uns verheißungsvoll „Sonnet 4.5“ entgegen.

Die digitale Warteschlange ist lang. Die Server glühen. Und ich? Ich starren auf den Zähler.

Die Psychologie des Countdowns

Es gibt kaum etwas Spannenderes (und Frustrierenderes) als diesen automatischen Retry-Mechanismus:

  • Versuch 1 von 10: „Ach, nur ein kleiner Schluckauf.“
  • Versuch 3 von 10: „Hm, vielleicht sollte ich die Seite neu laden? Nein, ich vertraue dem Prozess.“
  • Versuch 6 von 10 (wie im Bild): Die Hoffnung schwindet. Man fängt an, über die eigene Existenz nachzudenken und ob man den Blog-Post vielleicht doch – Schockschwerenot – selbst schreiben muss.
  • Versuch 10 von 10: Das unvermeidliche Ende. Die rote Fehlermeldung. Der „Refresh“-Button des Todes.

Das Spiel endet dann mit der Nachricht: Aufgrund unerwarteter Kapazitätseinschränkungen kann Claude Ihre Nachricht nicht beantworten. Bitte versuchen Sie es später erneut. Für höhere Limits erkunde unseren Pro-Plan.

Die Ironie des Moments

Das Lustigste an dem Screenshot ist jedoch der Kontext. Ich wollte nicht die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Der Prompt war simpel und vermutlich hätte ich das Ergebnis ohne Sonet 4.5 auch erstellen können, aber ich wollte sehen, wie Claude es formulieren würde.

Geduld ist eine Tugend

Vielleicht ist dieser Ladebalken gar kein Fehler. Vielleicht ist es ein Feature. Ein Moment der Zen-Meditation, den uns Sonnet 4.5 schenkt, bevor es uns mit seiner Brillanz überschüttet. Oder – und das ist wahrscheinlicher – einfach nur ein überlasteter Server.

Veröffentlicht in Allgemein